dWing — die Welt ist nicht gerecht

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Wahlkrieg?

In etwa 2 Wochen wird gewählt und so langsam spitzt sich der Wahlkampf zu. Oder eher Wahlkrieg wie ich passender sage.

Und ich muss einfach zum Ausdruck bringen wie wenig mir das Verhalten der Parteien im Wahlkampf bzw. allgemein gefällt.

Es scheint mir im Wahlkrieg geht es nur darum den Gegner schlecht zu machen, einen Haufen Inhaltslose Vorwürfe in den Raum zu werfen. So wie im Krieg. Hauptsache dem Gegner schaden. Das eigentliche Ziel, sein eigenes Programm zu verkaufen gerät in den Hintergrund.

Aus dem Krieg sollte eher ein Wettkampf werden, ein Wahlwettkampf sozusagen.


Was mich weiterhin sehr an den sogenannten etablierten Volksparteien stört ist die fehlende Fokussierung auf eine konsequente Linie. Unter dem Motto Wir lernen aus unserer Wahlniederlage wird die Linie ständig um 180° gedreht. Das ist reiner Populismus. Nicht das zu tun was man für richtig hält sondern dass, was möglichst populär ist, also viele Wähler anzieht. Das Richtige zu tun ist nicht immer populär, aber nötig. Ich hätte lieber eine Partei die zu ihrer Linie steht und diese nicht ständig übern Haufen schmeißt nur weil man Machtgeil ist und um jeden Preis an Stimmen kommen will.


Was mich noch sehr stört ist die Fokussierung auf die Ängste der Menschen. In der aktuellen Weltwirtschaftskrise hat die Politik scheinbar erkannt das sehr viele Menschen Angst um ihre Arbeitsplätze haben und nutzt dies für Werbezwecke aus. Kommt man auf der Straße an einer Wand mit Wahlplakaten vorbei so steht doch bei jeder Partei das selbe Versprechen geschrieben: Wir schaffen Arbeitsplätze. Na super. Wenn jede Partei sowieso das selbe verspricht kann ich ja gleich Würfel zur Wahl mitnehmen.

Beim Thema Angst regt es mich auf, dass einige Parteien die Vorschläge anderer Parteien in den Wind schlagen, indem sie völlig unbegründete Ängste erzeugen. Sobald eine Partei richtigerweise sagt, mann solle die Reichen zur Kasse bitten schürt darauf die andere Partei, dass dann dadurch alle Reichen und alle Unternehmen abwandern werden. Auf einmal hat jeder Angst vor der Abwanderung der Reichen und traut sich nicht diese zu besteuern. Die Steuerlast bleibt also bei denjenigen hängen, die nicht die finanziellen Mittel zum abwandern haben. Dadurch wird die Lage auch nicht besser.


Was ich also wünsche wäre eine ehrliche Partei die zu ihrem Programm steht und keine Angst hat konsequent durchzugreifen. Eine Partei dessen Ziel es ist etwas zum positiven zu verändern anstatt nur daran zu denken so lange es geht an der Macht zu bleiben.


In diesem Sinne wünsche ich euch allen viel Spaß bei der kommenden Wahl und ich hoffe, dass sich die Situation nicht verschlechtert.

Kreditfinanzierter Überkonsum

Ein Freund hat mir vor Kurzem einen Artikel zum lesen vorgeschlagen. Sehr interessant. Ein Begriff ist mir dabei ganz besonders aufgefallen, der die seit längerem existierende Weltwirtschaft beschreibt

Kreditfinanzierter Überkonsum

DVD schaun, ein Ding der Unmöglichkeit?

Gestern habe ich einen recht anspruchsvollen Film bei einem Freund gesehen. Leider habe ich von dem Film fast nichts mitbekommen weil ständig dazwischengelabert wurde.

Also habe ich mir den Film ausgeliehen um ihn in Ruhe anzusehen. Leichter gesagt als getan. Stellt sich doch heraus, dass ich keinerlei Möglichkeiten habe diesen kopiergeschützten Film zu sehen.

Mal ehrlich: was soll der scheiß? Mal abgesehen davon, dass Kopierschutze sowieso wirkungslos sind und die Filme sowieso alle innerhalb kürzester Zeit zum Download zur Verfügung stehen. Wieso macht man es ehrlichen Filmkäufern so schwer? Nicht nur, dass man solche Filme manchmal gar nicht abspielen kann, meist sind sie auch voll von Trailern die man nicht überspringen kann.

Kopierschutze sollen doch Internetdownloads eindämmen. Dabei ermuntern doch diese erst dazu. Denn mit einem Download habe ich doch weniger Einschränkungen. In diesem Fall verhindert der Kopierschutz das abspielen der DVD gänzlich. Mit einem Download wäre dies nicht passiert.


In diesem Fall habe ich noch Glück, dass ich die DVD nur ausgeliehen habe. Hätte ich sie tatsächlich gekauft wäre ich übelst angepisst. Selbst so werde ich mir das nächste mal genau überlegen ob ich überhaupt eine DVD kaufen sollte oder doch lieber warte bis der Film kostenlos im Fernsehen kommt.

Verarbeitung des Schreckens

Jeder hat es gehört, es war die letzten Tage ständig in den Medien. Ich meine damit den kürzlichen Amoklauf eines Minderjährigen Schülers.

Was mich allerdings positiv überrascht, ist die Reaktion in den Medien und von der Politik.

Klar, auch bei diesem Massaker sind schnell Nachrichten aufgetaucht, dass Counter Strike auf dem PC des Täters entdeckt wurde, und dass die Killerspieldebatte wieder losgeht. Aber dies ist recht schnell wieder versunken.

Scheinbar haben die Medien dieses mal einen anderen Sündenbock gefunden: Schützenvereine. Dies ist zwar auch sehr weit hergeholt, aber dennoch ein wenig treffender als Computerspiele zu beschuldigen. Keines der beiden bildet Killer aus. Aber Schützenvereine bilden immerhin darin aus, mit einer Projektilwaffe in ein Ziel zu treffen. Computerspiele machen das nicht.


Aber allgemein muss ich doch sagen, dass sich die Politik dieses mal erwachsener gibt und mehr konstruktive Diskussion anstatt destruktive Beschuldigungen vorherrschen. Es wird mehr auf die soziale Frage eingegangen. Wieso will ein Jugendlicher ein Blutbad anrichten? Was führt ihn dazu, die Welt, seine Mitmenschen und letztendlich auch sich selbst so zu verabscheuen.

Das ist doch die große Frage. Auch wenn er von irgendwoher das Töten gelernt haben sollte, wird er doch wohl diese Fähigkeit nicht einsetzen, wenn es bei ihm keine schwerwiegenden Probleme geben würde.


Bei diesem Punkt sind wir allerdings wieder bei den Computerspielen angelangt. Ich halte Computerspiele keineswegs für den Auslöser solcher Taten, aber eine übermäßige Computerspielsucht ist ein Anzeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Wenn jemand zur Entspannung ein wenig spielt um auf andere Gedanken zu kommen ist das in Ordnung. Wenn jemand allerdings fast schon suchtartig bis zu 10 Stunden am Tag oder sogar am Stück spielt, dann ist das ein klares Anzeichen dafür, dass er von seinem sozialen Umfeld alleine gelassen oder ausgestoßen wird, und sich daher einen Ersatzfreundeskreis im Internet sucht.

Diese dinge sind keineswegs durch Verbote von Computerspielen und Schützenvereinen lösbar. Es bedarf einer anderen Strategie, und es freut mich, dass die Politik endlich in diese Richtung diskutiert, anstatt nur alles verbieten zu wollen.


Dennoch muss ich sagen, dass auch etwas beim durchsetzen des Waffengesetzes schief läuft, wenn ein 17 Jähriger so einfach an tödliche Waffen gelangen kann.

In einer Welt ohne Geld

Eine kleine Erweiterung zu meinem vorherigen Eintrag.

In einer Welt ohne Geld gibt es kein Urheberrecht, keine Patente, keine Firmengeheimnisse. Aus diesen Gründen gibt es auch keine proprietäre Software.

Es gibt keine Konkurrenz. Stattdessen gibt es Zusammenarbeit.


Ich höre manchmal die Aussage, Konkurrenz würde Innovation antreiben. Manchmal stimmt es. Manchmal aber entsteht ein Monopol welches in der technischen Entwicklung stehen bleibt.

Die Sache ist doch die. Wenn man in Innoviert, dann nur um seine Marktmacht zu stärken, nur um mehr Gewinne zu erzielen. Innovationen die nicht genug Geld einbringen werden nicht weiterentwickelt.

Ich halte dieses Konzept für grundsätzlich falsch. Man sollte nicht Innovieren des Geldes wegen, sondern der Innovation wegen. Weil es das Richtige ist zu tun.


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